Statuten des Rettungs-Corps der Stadt St. Gallen

Statuten

Wo im folgenden männliche Personenbezeichnungen verwendet werden, sind darunter stets auch die entsprechenden weiblichen Bezeichnungen zu verstehen.

1. Name und Zweck

1.1 Unter dem Namen „Rettungs-Corps der Stadt St. Gallen“ (RC) besteht ein im Jahr 1859 gegründeter Verein gemäss Art. 60 ZGB. Sitz des Vereins ist St. Gallen

1.2 Der Verein ist gemäss Art. 61 ZGB im Handelsregister eingetragen.

1.3 Zweck des Vereins ist:

1.3.1 Pflege und Förderung der Kameradschaft unter den Aktiven und Mitgliedern der „Alten Garde“ (Altgardisten) sowie Durchführung repräsentativer Anlässe;

1.3.2 Verwaltung der Unterstützungskasse (UK), gemäss besonderem Reglement, welches Bestandteil dieser Statuten ist;

1.3.3 Unterhalt der Vereinshütte „Nördli“, gemäss besonderem Reglement, welches Bestandteil dieser Statuten ist.

2. Mitgliedschaft

2.1 Der Verein besteht aus:

2.1.1 Aktivmitgliedern

2.1.2 Altgardisten

2.2 Aktivmitglied kann auf schriftliches Eintrittsgesuch hin jede in der Feuerwehr der Stadt St. Gallen eingeteilte oder fest angestellte Person werden.

2.3 Die definitive Aufnahme erfolgt an der Hauptversammlung (HV) auf Antrag der Kommission. Jedes Mitglied wird in der Stammkontrolle eingetragen.

2.4 Der Rücktritt als Aktivmitglied erfolgt automatisch mit der Beendigung der Dienstleistung oder Anstellung in der Feuerwehr der Stadt St. Gallen oder auf schriftliches Gesuch hin.

2.5 Zum Altgardisten wird ernannt:

2.5.1 Wer die Feuerwehr – Dienstpflicht in der Stadt St. Gallen erfüllt hat und vom aktiven Dienst in allen Ehren zurückgetreten ist und mindestens die letzten 5 Jahre Mitglied des RC gewesen ist;

2.5.2 Wer als Angestellter der Berufsfeuerwehr in den Ruhestand tritt und mindestens die letzten 5 Jahre Mitglied des RC gewesen ist.

2.6 Zum Altgardisten kann ernannt werden, wer aus gesundheitlichen oder anderen wichtigen Gründen aus dem Feuerwehrdienst ausscheiden muss und entsprechend schriftlich Antrag an die Kommission stellt.

2.7 Anrecht auf ein Corps – Geschenk haben:

2.7.1 Angehörige der Pflichtfeuerwehr, die mindestens 20 Jahre Mitglied des RC waren;

2.7.2 Angehörige der Berufsfeuerwehr, die mindestens 20 Jahre Mitglied des RC waren und zu Altgardisten ernannt wurden.

3. Recht und Pflichten

3.1 Aktivmitglieder und Altgardisten besitzen gleiches Stimmrecht.

3.2 Gegen Beschlüsse der Kommission kann innert 14 Tagen nach Erhalt der Mitteilung schriftlich Rekurs an den Obmann, zuhanden der nächstfolgenden HV, erhoben werden. Diese entscheidet endgültig.

3.3 Jedes Mitglied verpflichtet sich, die Ehre und das Ansehen des RC durch Kameradschaft und Disziplin zu wahren und zu fördern.

3.4 Die Mitglieder entrichten einen Jahresbeitrag, der von der HV festgelegt wird. Der Beitrag kann für Aktive und Altgardisten verschieden sein.

3.5 Verfehlungen gegen bestehende Vorschriften und ungebührliches Verhalten Kameraden gegenüber werden, je nach Umständen, wie folgt geahndet: Mahnung durch den Obmann, Vorladung vor die Kommission, schriftliche Mahnung und Ultimatum. Rückfälligkeit, sowie grobe Verfehlungen ziehen den Ausschluss aus dem Verein nach sich.

4. Ausschluss

4.1 Die Kommission kann nach erfolgter Mahnung ein Mitglied, das sich gegenüber den Statuten stark verfehlt oder dem Ansehen des Vereins schadet, ausschliessen. Der Ausschluss muss schriftlich eröffnet werden. Der Ausgeschlossene hat das Rekursrecht an der nächsten HV.

4.2 Der Ausschluss entbindet nicht vom weiteren Feuerwehrdienst.

4.3 Mit dem Ausschluss erlischt jeder Anspruch auf das Vereinsvermögen.

5. Organisation

5.1 Die Organe des Vereins sind:

5.1.1 die HV

5.1.2 die ausserordentlichen Versammlungen

5.1.3 die Kommission

5.1.4 der Ausschuss

5.1.5 die Geschäftsprüfungskommission (GPK)

5.2 Die HV findet in der Regel im ersten Kalenderquartal statt. Die Mitglieder werden schriftlich eingeladen.

5.3 Die ordentlichen Traktanden sind:

1. Appell und Festsetzen des absoluten Mehrs.

2. Wahl von Stimmenzähler

3. Protokoll der letzten HV

4. Jahresbericht des Obmannes

5. Rechnungsablagen

5.1 der UK

5.2 der Vereinskassen

5.3 der Kasse der Vereinshütte „Nördli“

  1. Bericht der GPK über:

6.1 die UK

6.2 die Vereinskassen

6.3 die Kasse der Vereinshütte „Nördli“

6.4 die Geschäftsführung

7. Festsetzen der Jahresbeiträge

8. Genehmigung des Beitrages der UK an die Vereinskasse

9. Mitgliederbewegungen

10. Wahlen

11. Tätigkeitsprogramm

12. Verschiedenes und Umfrage

5.4 Ausserordentliche Traktanden sind in der schriftlichen Einladung anzukündigen.

5.5 Ausserordentliche Versammlungen können einberufen werden entweder durch Beschluss der Kommission oder auf schriftlich begründetes Verlangen eines Fünftels der Mitglieder. Die Geschäfte sind in der schriftlichen Einladung anzukündigen.

5.6 Bei Wahlen und Abstimmungen entscheidet das absolute Mehr der anwesenden Mitglieder, bei allfälliger zweiter Abstimmung das relative Mehr.

5.7 Auf Verlangen eines Drittels der anwesenden Mitglieder kann geheime Abstimmung gefordert werden.

5.8 Die Kommission besteht aus mindestens 11 Mitgliedern

5.9 Die HV wählt:

5.9.1 den Obmann (Präsident), immer ein Aktivmitglied

5.9.2 den Verwalter der UK, immer ein Altgardist

5.9.3 mindestens 9 weitere Mitglieder, wobei mindestens 1 Mitglied der Hüttenkommission (Hüko) und nach Möglichkeit die Vertretung aller Einheiten und der Altgardisten zu gewährleisten ist.

5.9.4 Die HV wählt den Hüttenchef und die Hüttenwarte, diese bilden die Hüko

5.10 Die Kommission konstituiert sich selbst. Sie kann für besondere Aufgaben Arbeitsausschüsse bestellen, denen auch Personen angehören dürfen, die nicht Mitglied des Vereins sind.

5.11 Zu Kommissionssitzungen mit besonders wichtigen Traktanden ist die GPK einzuladen. Sie hat beratende Stimme.

5.12 Die Kommission ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Drittel der Mitglieder anwesend sind. Bei Abstimmungen entscheidet das relative Mehr; bei Stimmengleichheit hat der Obmann Stichentscheid.

5.13 Der Kommission obliegt im besonderen folgende Aufgaben:

5.13.1 Beaufsichtigung der UK gemäss UK-Reglement

5.13.2 Bestellung der dem RC zustehenden Abordnungen in Organisationen gemäss Art. 7.1 der Statuten

5.13.3 Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern

5.13.4 einmalige Ausgabenbeschlüsse bis höchstens Fr. 3‘000.-

jährlich wiederkehrende bis höchstens Fr. 500.-

5.13.5 Durchführung von Versammlungsbeschlüssen

5.14 Rücktrittsgesuche aus der Kommission haben schriftlich auf den 31. Dezember an den Obmann zu erfolgen.

5.15 Der Ausschuss besteht aus 5 Mitgliedern; dem Obmann, Obmann-Stellvertreter, UK-Verwalter, Kassier und Schriftführer. Er erledigt alle dringenden Angelegenheiten, sofern deren Wichtigkeit nicht die Einberufung der Kommission erfordert. In finanziellen Angelegenheiten hat er eine Ausgabenkompetenz von Fr. 1'500.- für den Einzelfall und Fr. 300.- für jährlich wiederkehrende Verpflichtungen.

5.16 Der Ausschuss ist berechtigt, Konversionen und Neuanlagen vorzunehmen und Delegationen zu bestellen. Er hat der Kommission Bericht zu erstatten.

5.17 Die GPK besteht aus 5 Mitgliedern und konstituiert sich selbst. Sie prüft die UK nach UK-Reglement. Ferner unterzieht sie die Vereinskassen einer gründlichen Prüfung. Die GPK legt der HV Bericht ab über die UK, die Vereinskassen, die Kasse der Vereinshütte „Nördli“ und die Geschäftsführung.

5.18 Der GPK steht das Recht zu, jederzeit Zwischenrevisionen vorzunehmen.

5.19 Sofern es die Kommission für notwendig erachtet, einen Bericht über die UK erstellen zu lassen, kann sie dazu auch einen externen Fachmann beauftragen. Dieser waltet seines Auftrages nach dem UK-Reglement.

5.20 Der Obmann leitet die Versammlungen, Kommissions- und Ausschuss-Sitzungen und trifft die im Interesse des Vereins notwendigen Anordnungen. Er überwacht die Einhaltung der Statuten und die Ausführungen der Beschlüsse der Vereinsorgane. Der Obmann vertritt das RC nach aussen. Er legt an der HV einen ausführlichen Bericht ab über das Vereinsjahr.

5.21 Der Obmann-Stellvertreter vertritt den Obmann bei Verhinderung und steht ihm in allen Angelegenheiten unterstützend bei. Er führt die Mitgliederkontrolle.

5.22 Der Verwalter der UK führt diese nach dem entsprechenden Reglement. Er schliesst die Rechnung auf den 31. Dezember ab. Für die ihm anvertrauten Gelder ist er persönlich haftbar. Die Kommission bestimmt das Honorar für seine Arbeit.

5.23 Der Kassier führt die Rechnung der Vereinskassen, die per 31. Dezember abzuschliessen sind. Für die ihm anvertrauten Gelder ist er persönlich haftbar.

5.24 Der Hüttenkassier führt die Buchhaltung der Vereinshütte „Nördli“, die per 31. Dezember abzuschliessen ist. Für die ihm anvertrauten Gelder ist er persönlich haftbar.

5.25 Der Schriftführer führt die Protokolle über sämtliche Versammlungen sowie Kommissions- und Ausschuss-Sitzungen und erledigt die ihm übertragene Korrespondenz.

5.26 Die rechtsverbindlichen Unterschriften für den Verein führen der Obmann, im Verhinderungsfall sein Stellvertreter, kollektiv mit dem Schriftführer, dem Kassier oder dem UK-Verwalter.

5.27 Das Geschäfts- und Vereinsjahr ist das Kalenderjahr.

6. Kassen

6.1 Es bestehen:

6.1.1 Vereinskassen (Corpskasse und zweckgebundene Kassen)

6.1.2 Die Unterstützungs-Kasse (UK), gemäss besonderem Reglement

6.1.3 Kasse der Vereinshütte „Nördli“ gemäss besonderem Reglement

6.2 Die Einnahmen der Kassen bestehen aus Beiträgen der UK und der Mitglieder, Schenkungen, Zinsen, Erlösen aus Veranstaltungen und verschiedenen Zuwendungen.

6.3 Die Ausgaben umfassen Aufwendungen für Verwaltung und Vereinsbedürfnisse, Leistungen aus Spezial- und Reisekasse, Kosten für Exkursionen, Delegationen und Verbandsbeiträge, soweit sie nicht durch die UK übernommen werden können.

7. Verbände

7.1 Das RC kann Körperschaften, welche die Förderung des Feuerwehrwesens zum Ziel haben oder einschlägige Fachgebiete bearbeiten, als Kollektivmitglied beitreten.

8. Statutenrevisionen

8.1 Eine Revision der Statuten, des UK-Reglements und des Reglements der Vereinshütte „Nördli“ kann an jeder Versammlung beantragt werden. Für das Eintreten ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder notwendig. Der neue Statutenentwurf wird durch die Kommission oder hierzu Bevollmächtigte ausgearbeitet und der Versammlung vorgelegt. Die neuen Statuten treten erst in Kraft, wenn sie in einer nachfolgenden Versammlung mit Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder genehmigt worden sind.

8.2 Sofern eine Teilrevision in der Einladung mit den betreffenden Artikeln angekündigt wurde, kann an derselben Versammlung sowohl der Beschluss auf Eintreten, als auch die Genehmigung erfolgen.

9. Auflösung

9.1 Für die Auflösung des RC ist der rechtsgültige Beschluss einer Versammlung und die Stimmenmehrheit von Zweidritteln aller Mitglieder erforderlich.

9.2 Im Falle einer Auflösung des Vereins gehen das Vermögen der UK, der Vereinskassen und der Kasse der Vereinshütte „Nördli“ samt dem Inventar zur sinngemässen Verwaltung an eine noch zu errichtende Stiftung mit der Verpflichtung, das Vermögen unter Wahrung der ursprünglichen Bestimmung der UK treuhänderisch zu verwalten und beschlossene Renten weiterhin auszurichten. Sollte die Stiftung, gemäss Art. 88 ZGB aufgelöst werden, wäre ein allfälliges Restvermögen karitativen Vereinen der Stadt St. Gallen zur Verfügung zu stellen. Sofern in der Stadt St. Gallen ein neuer Verein mit derselben Zielsetzung gegründet wird, ist die Stiftung aufzulösen und diesem Verein zur weiteren und bisherigen Nutzung zu übertragen.

10.1 Die Statuten vom 19. Dezember 1970 und sämtliche Nachträge werden aufgehoben.

10.2 Diese Statuten sind an der HV des Vereins vom 27. März 1992 genehmigt worden und treten sofort in Kraft.

Rettungscorps der Stadt St. Gallen

Der Obmann: Der Schriftführer:

Josef Eberle Urs Rohner

Reglement über die Unterstützungskasse

1. Träger und Zweck

1.1 Das RC führt gemäss Art. 1.3.2 der Statuten in separater Rechnung seine durch Vermächtnisse und anderen Zuwendungen geäufnete Unterstützungskasse (UK)

1.2 Die UK bezweckt, den Mitgliedern des RC Hilfe zu leisten.

1.3 Aus den Kapitalerträgnissen wird die Tätigkeit des RC gemäss den Statuten gefördert.

2. Organisation

2.1 Die UK untersteht der Aufsicht der ordentlichen Organe des RC gemäss Art. 5.1 der Statuten.

2.2 Die Hauptversammlung (HV) nimmt die Jahresrechnung ab und beschliesst die Beiträge der UK an die Vereinskassen.

2.3.1 Die Kommission überwacht die Kapitalanlagen.

2.3.2 Die Kommission beschliesst über Hilfeleistungen bis max. Fr. 1'500.- sowie die Gewährleistung von Überbrückungskrediten bis max. Fr. 12'000.-

2.4 Der Ausschuss nimmt auf Antrag des UK-Verwalters Kapitalanlagen und Konversionen vor. Bei Zeitnot kann der Verwalter im Einvernehmen mit dem Obmann oder dessen Stellvertreter handeln.

2.5 Der Ausschuss prüft die Gesuche und beschliesst deren Höhe unter Vorbehalt von Art. 2.3 des UK-Reglements

2.6 Der UK-Verwalter besorgt die fachgemässe Rechnungsführung und schliesst jährlich die Rechnung auf den 31. Dezember ab. Er stellt Antrag über Neuanlagen, Verkäufe, Konversionen und Entschädigungen. Ferner betreut er die Einleitung und Durchführung von Unterstützungsfällen und den Verkehr mit den Geldinstituten.

2.7 Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) prüft die UK nach revisionstechnischen Grundsätzen und erstellt an der HV Bericht. Sie überwacht den Verkehr mit den Banken, die Veränderungen im offenen Depot der St. Gallischen Kantonalbank und den Kassenverkehr. Die Rechtmässigkeit von Ausgaben ist anhand der Protokolle zu überprüfen. Die GKP ist berechtigt, jederzeit eine Zwischenrevision und Kassensturz vorzunehmen.

2.8 Die rechtmässigen Unterschriften für die UK führen der Obmann,- im Verhinderungsfalle sein Stellvertreter – Kollektiv mit dem Verwalter oder dem Schriftenführer. Diese Unterschriften sind unmittelbar nach Ersatzwahlen bei den in Frage kommenden Banken und dem Handelsregisteramt zu hinterlegen.

3. Vermögen

3.1 Die Einnahmen bestehen aus den Kapitalerträgen, aus freiwilligen Beiträgen, Vermächtnissen und Zuwendungen.

3.2 Die Ausgaben umfassen:

3.2.1 Hilfeleistungen und Überbrückungskredite an die Mitglieder

3.2.2 Aufwendungen für spezielle Vereinsanlässe und Geschenke

3.2.3 Übernahme von ungedeckten Kosten aus dem Betrieb der Vereinshütte „Nördli“

3.2.4 Beiträge, Rückstellungen und Spenden

3.2.5 Entschädigungen an Verwalter und Revisoren

3.2.6 Bankgebühren, Büro- und Verwaltungskosten aus den Betrieb der UK

3.3.1 Das UK-Vermögen muss in schweizerischen Staats-, Kantons- und Gemeindeanleihen, in Anleihen solider schweizerischer Banken oder in Liegenschaften angelegt werden. Die Anlagen haben den Grundsätzen der Mündelsicherheit zu entsprechen.

3.3.2 Sämtliche Werttitel sind im offenen Depot bei der St. Galler Kantonalbank zu hinterlegen. Über alle hinterlegten Titel führt der UK-Verwalter eine Titelkontrolle und trägt Ein- und Ausgänge im offenen Depot laufend nach. Er ist ferner verantwortlich für die lückenlose Aufbewahrung der Bankabrechnungen und kontrolliert diese auf Richtigkeit.

3.3.3 Der UK-Verwalter ist dafür besorgt, dass freie Mittel laufend optimal zinstragend angelegt werden.

3.3.4 Darlehen dürfen nicht gewährt werden, vorbehalten bleibt Art. 2.3.2

3.4 Für die Verbindlichkeiten der UK haftet lediglich deren Vermögen. Eine persönliche Haftung der Mitglieder des RC ist ausgeschlossen.

4. Leistungen der UK

4.1 Erleidet ein Mitglied des RC bei offiziellen Anlässen Schaden, so kann die UK angemessenen Ersatz leisten, sofern nicht anderweitig eine Vergütung möglich ist. Der Schadenseintritt ist ausreichend zu beweisen und die beschädigten Gegenstände sind beizubringen. Die max. Entschädigung ist auf Fr. 1'500.- begrenzt.

4.2 Sofern sich ein Mitglied des RC oder nach dessen Tod seine nächsten Angehörigen in einer Notlage befinden, kann die UK gemäss Art. 2.3.2 Hilfeleistungen oder Überbrückungskredite gewähren. Ein Rechtsanspruch auf solche Beiträge besteht nicht.

4.3 Gesuche um Unterstützung sind an den Obmann zu richten. Der Ausschuss kann von sich aus Schadenfälle und Notlagen abklären, wenn er von dritter Seite darauf aufmerksam gemacht wird. Die Gesuchsteller haben alle zur Abklärung erforderlichen Auskünfte zu erteilen und die nötigen Beweismittel beizubringen. Die Leistungspflicht der UK entfällt, wenn eingetretene Schadenereignisse nicht innert 30 Tagen zur Kenntnis des Obmannes gebracht werden.

4.4 Grundsätzlich werden die Leistungen an das Mitglied persönlich ausgerichtet. Der Ausschuss kann aber entscheiden, an wen und in welcher Form die beschlossenen Unterstützungen ausgerichtet werden. Er achtet auf die zweckmässige Verwendung der Mittel.

4.5 Die Ansprüche auf Leistungen der UK, sowie die ausgerichteten Gelder dürfen nicht verpfändet werden. Jede Abtretung von Ansprüchen an die UK ist ungültig.

4.6 Jede Anspruchsberechtigung an die UK erlischt mit dem Austritt oder dem Ausschluss aus dem RC, ebenso mit der Auflösung des Vereins.

4.7 Unterstützungen können unter folgenden Bedingungen ganz oder teilweise verweigert, eingestellt oder zurückgefordert werden:

4.7.1 Wenn durch die Leistungen anderer der normale Verdienst sichergestellt oder überschritten wird.

4.7.2 Wenn die UK zufolge Arglist, Täuschung, Unterdrückung von Tatsachen oder mangelhafter Auskünfte und Beweismittel zu Beiträgen veranlasst werden will oder bereits Leistungen erbracht hat.

5. Rekursrecht

5.1 Gegen Beschlüsse des Ausschusses oder der Kommission kann innert 30 Tagen seit Erhalt der Mitteilung beim Obmann schriftlich und begründet zuhanden der GPK Rekurs erhoben werden. Deren Entscheid kann an die nächste HV weitergezogen werden. Der Rechtsweg ist in jedem Fall ausgeschlossen.

6. Revision und Auflösung

6.1 Eine Revision des UK Reglements richtet sich nach Art. 8 der Statuten. Bei einer allfälligen Auflösung des Vereins ist gemäss Art. 9 der Statuten zu verfahren.

7. Schlussbestimmungen

7.1 Das UK Reglement vom 20. Mai 1976 und sämtliche Nachträge werden aufgehoben.

7.2 Das vorliegende Reglement ist an der Versammlung des Vereins vom 27. März 1992 genehmigt worden und tritt per sofort in Kraft.

St. Gallen, 27. März 1992

Rettungs-Corps der Stadt St. Gallen

Obmann: Der Schriftführer:

Josef Eberle Urs Rohner

Hüttenreglement

1. Träger und Zweck

1.1 Das RC führt gemäss Art. 1.3.3 der Statuten in separater Rechnung die Vereinshütte „Nördli“.

1.2 Das „Nördli“ steht den Mitgliedern des RC zu günstigen Konditionen zur Verfügung.

1.3 Die Vereinshütte „Nördli“ wird nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt.

2. Organisation

2.1 Die Vereinshütte „Nördli“ untersteht der Aufsicht der ordentlichen Organe des RC gemäss Art. 5.1 der Statuten.

2.2.1 Der Hüttenchef erstattet an der HV Bericht über den Betrieb im verflossenen Jahr und der Hüttenkassier legt die Rechnung vor. Die Kommission setzt auf Antrag der Hüko eine jährliche Gesamtentschädigung fest.

2.2.2 Der Hüttenchef unterbreitet der Kommission das Ergebnis der Beratung der Hüko über bauliche und betriebliche Massnahmen sowie deren Kosten. Nach Genehmigung der Anträge ist deren rechtzeitige Durchführung sicherzustellen.

2.2.3 Die Hüttenkommission (Hüko) ist für die Verwaltung und Führung der Hütte verantwortlich.

2.3.1 Die Hüko führt Aufsicht und achtet auf Einhaltung der Hüttenordnung.

2.3.2 Sie sorgt für die abwechslungsweise Kontrolle der Hütte. Die Diensteinteilung für Ferien, Wochenende und Anlässe ist Sache des Hüttenchefs im Einvernehmen mit den Hüttenwarten.

2.3.3 Die Hüko hat für den Bestand eines zweckmässigen Inventars zu sorgen.

2.3.4 Die Hüko organisiert Anlässe und Arbeitstage nach Bedarf. Mitwirkende an Arbeitstagen erhalten Gratisverpflegung und kostenfreie Unterkunft.

2.4 Ungedeckte Kosten aus dem Betrieb der Vereinshütte „Nördli“ werden von der UK, gemäss Art. 3.2.3 (UK-Reglement) übernommen.

3. Betrieb

3.1.1 Die Benützer der Hütte entrichten eine Taxe gemäss Tarif.

3.1.2 Die Taxen sind in der Hütte gut sichtbar anzuschlagen.

3.1.3 Die Benützungstaxen sind durch die HV auf Antrag der Kommission jährlich festzulegen.

3.1.4 Von Nichtmitgliedern kann für Gruppen- und Ferienaufenthalte die Vorauszahlung verlangt werden.

3.1.5 Der diensthabende Hüttenwart mit der Familie ist taxfrei.

3.2.1 Die Benützer erhalten den Hüttenschlüssel nach erfolgter Anmeldung vom Hüttenchef oder dessen Stellvertreter.

3.2.2 Der persönliche Schlüssel des Hüttenwartes darf nicht weitergegeben werden.

3.2.3 Die Benützer geben die Hütte einem Hüttenwart ab.

3.3.1 Die Hüttenordnung sowie die Anordnung des diensttuenden Hüttenwartes sind von allen Besuchern zu beachten. Bei grober Widerhandlung kann der weitere Hüttenbesuch durch die Hüko verweigert werden.

3.4 Übernachtungen sind meldepflichtig. Reservationen sind beim Hüttenchef oder bei seinem Stellvertreter anzumelden.

3.5.1 Reklamationen und allfällige Beschädigungen sind sofort dem Hüttenchef zu melden.

3.5.2 Beschwerden gegen die Anordnungen der Hüttenwarte sind schriftlich direkt an den Ausschuss zu richten.

3.6.1 Das Inventar ist Eigentum des RC und darf nicht missbraucht, entfernt oder entwendet werden.

3.6.2 Die Inventarliste ist nachzutragen.

4. Schlussbestimmungen

4.1 Bei einer allfälligen Liquidation der Hütte ist es nur dem Hüttenchef gestattet, nach Anordnung der Kommission, das Inventar zweckmässig zu veräussern und darüber Rechnung abzulegen.

4.2 Das Hüttenreglement vom 20. März 1981 und sämtliche Nachträge werden aufgehoben.

4.3 Das vorliegende Reglement ist an der Hauptversammlung des Vereins vom 27. März 1992 genehmigt worden und tritt sofort in Kraft.

Rettungs-Corps der Stadt St. Gallen

Der Obmann: Der Schriftführer:

Josef Eberle Urs Rohner